Deutschland
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Die Meldung ist zwar nicht mehr ganz frisch, aber doch zu interessant um sie unter den Tisch fallen zu lassen. Der amerikanische Buchhändler, eBook-Reader- und Tablet-Hersteller und schärfster Konkurrent Amazons in den USA, dürfte seine Nook Geräte auch bald hierzulande auf den Markt bringen.
Mehrere Newsseiten haben vor kurzer Zeit über die neu gegründete Barnes & Noble Niederlassung in Berlin berichtet. Die Firma nennt sich Barnes & Noble Digital Media GmbH, wobei der Vizepräsident Eugne DeFelice der US-Firma als Geschäftsführer eingetragen wurde.
Unmittelbare Folgen hat diese Firmengründung vorerst keine – sie ist lediglich der erste Schritt für Barnes & Noble auch im deutschsprachigen Raum Fuß zu fassen. Besonders gespannt darf man auf die Vertriebssituation sein, mit welcher der US-Buchhändler seine eBook Reader und Tablets hier vertreiben will.
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Wie das Börsenblatt unter Berufung auf den Buchgroßhändler Koch, Neff und Volckmar (KNV) berichtet, sind die Buchpreise im Jahr 2011 leicht gesunken.
Der Ladenpreis sei demnach um 0,7 Prozent zurückgegangen und betrug im Durchschnitt 14,45 Euro. Auch in den vorangegangenen beiden Jahren sind die Buchpreise leicht gesunken. Während man 2009 im Schnitt noch 14,66 Euro (- 0,9 Prozent) für ein Buch bezahlen musste, waren es 2010 nur noch 14,55 Euro (-0,75 Prozent).
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Vor wenigen Tagen meldete sich HarperCollins zu Wort und hat eBook-Rekordverkäufe am ersten Weihnachtstag gemeldet. Genauer gesagt: Über 100.000 eBooks sollen vom britischen Ableger des US-Verlages verkauft worden sein.
Nun meldet sich auch die Konkurrenz zu Wort. Hachette will ebenfalls über 100.000 eBook-Verkäufe am ersten Weihnachtstag verzeichnet haben. Laut dem Hachette UK Group Head Of Digital George Walkley, sind die Verkäufe im Vergleich zu Heiligabend um mehr als 400 Prozent gestiegen und über die restlichen Festtage auf hohem Niveau verblieben. Er bezeichnet den Dezember damit generell als “sehr guten Monat” für eBooks.
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Das Tablet S ist Sonys erstes konkurrenzfähiges Android-Tablet. Wie auch viele andere Tablet-Hersteller, meint aber auch Sony zu einem ähnlichen Preis wie Apple mit dem iPad in den Ring steigen zu können, was letztendlich meist darin resultiert, dass die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückliegen.
Einzig Samsung konnte hier in den vergangenen Monaten etwas Boden gewinnen. Das Tablet S scheint jedenfalls zu erster Kategorie zu gehören …
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Das Jahr 2011 war ein besonders erfolgreiches für den eBook-Markt. In den USA ist das Wachstum kaum aufzuhalten gewesen – einige große Verlagshäuser haben eBook-Anteile von 20 Prozent und mehr am Gesamtumsatz gemeldet. In Deutschland und Österreich sieht die Situation noch nicht so gut aus – hier lagen die Umsätze nur im Ein-Prozent-Bereich – aber die Prognosen sind ebenfalls vielversprechend.
Eine Umfrage von DLC, einem Dienstleister zur Konvertierung von Büchern ins digitale Format, hat nun ein paar mögliche Entwicklungen und Schwerpunktsetzungen der Verlagsbranche für 2012 ermittelt. Trotz der genannten hohen Umsatzanteile von eBooks bei einigen Verlagen, planen nur 63 Prozent der befragten Verleger/Autoren auch ein eBook zu veröffentlichen, d.h. 37 Prozent bleiben exklusiv dem Papierbuch treu.
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Schon vor rund einem Monat haben wir davon berichtet, dass Bücher das beliebteste Weihnachtsgeschenk bleiben werden. Eine nach-weihnachtliche Umfrage Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 1.000 Personen bestätigt dies nun auf’s Neue.
Vor einem Monat gaben 37,2 Prozent der Deutschen und 38 Prozent der Österreicher/innen an, Bücher verschenken zu wollen. In der HDE Umfrage ging dieser Wert zurück, bleibt mit 32,5 Prozent aber dennoch auf Platz 1. Frauen verschenkten Bücher häufiger als Männer.
Gefolgt werden Bücher von Parfum (20 Prozent), Spielen und Spielzeug (18 Prozent), Gutscheinen (17,6 Prozent), Süßigkeiten (14 Prozent), DVDs (12 Prozent), Bekleidung (11,4 Prozent), Schmuck (8,8 Prozent), Fotos und Fotoalben (8,3 Prozent), Geld (8,0 Prozent) und Kalendern (5,4 Prozent).
Jeder fünfte Mann verschenkte einen Gutschein, bei den Frauen weniger als jede sechste. Männer verschenkten öfter als Frauen Parfum, Bekleidung und Schmuck und technische Produkte wie DVDs, Handys und Smartphones. Frauen verschenkten neben Büchern auch häufiger Spiele und Spielzeug.
Wie häufig eBook Reader oder eBooks verschenkt wurden, hat man leider nicht erfragt, was wohl auch daran liegt, dass die Stückzahlen im Verhältnis noch zu gering sind. Vielleicht ändert sich das ja in einem Jahr …
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Okay, langsam wird es absurd. Als wäre es nicht genug, dass man sich gegenseitig rund um den Globus mit Klagen eindeckt und die Tablet- und Smartphone-Verkäufe des jeweils anderen aufhalten will, nimmt der Streit zwischen Samsung und Apple nun eine neue (lachhafte) Dimension an: Patentverletzungen bei Tablet- und Smartphonehüllen.
Wie Bloomberg berichtet hat Apple die Patentverletzungen am Dienstag in Sydney, Australien bei Gericht angezeigt. Es soll um mindestens (!) 10 nichtgenannte Patente gehen, welche Apple verletzt sieht.
MacRumors vermutet, dass es sich vielleicht um die “Smart Case”-Hüllen für das Galaxy Tab 10.1 handeln könnte, welche dem Smart Cover für das Apple iPad zum Verwechseln ähnlich sehen. Diese wurden allerdings weder von Samsung hergestellt, noch autorisiert, daher scheint die Vermutung recht unwahrscheinlich zu sein. Samsung hatte nach Veröffentlichung des Produkts sogar im offiziellen Blog ein Statement abgegeben, wonach man sich von den “Smart Case”-Hüllen distanziert. Man hat gleichzeitig außerdem klargestellt, dass sie überhaupt nicht verkauft wurden.
Wenn man sich die Hüllen auf der Samsung Homepage ansieht, dann sticht eigentlich auch keine als Apple-Kopie ins Auge. Deshalb dürfte auch die Vermutung von AppleInsider wahrscheinlicher sein, welche eine Verzögerungstaktik in diesem Schritt sehen. Im März sollen Verhandlungen beginnen, in welchen Samsung zeigen will, dass deren Patente verletzt werden. Betroffen davon sind iPad und iPhone. Mit einer neuen Klage von Apple könnte sich das Verfahren möglicherweise verzögern.
Ob Apple damit Erfolg hat, wird man sehen. In den letzten Tagen und Wochen musste Apple beim Versuch den Verkauf des Galaxy Tab 10.1 zu stoppen, ein paar Schlappen hinnehmen. In Deutschland darf das Galaxy Tab 10.1N verkauft werden, in Australien wurde die Einstweilige Verfügung gegen das Galaxy Tab 10.1 aufgehoben.
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Wie heute schon im anderen Artikel erwähnt, ist der Kindle 4 um 99 Euro das meistverkaufte Produkt bei Amazon.de. Das teilt Amazon Deutschland aktuell per Pressemeldung mit. Man merkt in der Veröffentlichung allerdings an, dass der Verkaufserfolg erst mit 1. November eingesetzt hat, nicht schon zum Marktstart im Oktober – wie dies beispielsweise in den USA beobachtet werden konnte.
“Das Interesse unserer Kunden am Kindle ist enorm – besonders seit dem Verkaufsstart des neuen 99-Euro-Kindle mit deutscher Menüführung. Mit dem Kindle, dem aktuell meistverkauften Produkt auf Amazon.de, ist nun das digitale Lesen in Deutschland angekommen”, sagt Jorrit Van der Meulen, Vice President Amazon EU Kindle. “Wie wir auch schon in Amerika und Großbritannien feststellen konnten, haben sich auch in Deutschland die Lesegewohnheiten der Kindle-Besitzer verändert: Deutsche Kunden, die auf dem Kindle lesen, kaufen dreimal so viele digitale und gedruckte Bücher wie zu der Zeit, als sie noch keinen Kindle besaßen.”
Leider ließ uns Amazon nicht wissen, wie gut die Verkaufszahlen genau sind. Weltbild hatte vor wenigen Tagen gemeldet, dass der eBook Reader 3.0 sich im hohen sechsstelligen Bereich verkaufen würde. Wenn der Absatz des Kindle 4 ebenfalls in diesen Regionen liegt, wäre das ein enormer Erfolg für den deutschen eBook-Reader-Markt und ein deutliches Signal, dass der Markt nun an Fahrt aufnimmt.
Der Kindle-Shop ist in den letzten Wochen auch um einige tausend eBooks reicher geworden. Während zur Veröffentlichung unseres Testberichts Ende Oktober rund 43.000 deutschsprachige Titel erhältlich waren, sind es inzwischen schon über 52.000.
Für 2012 steht außerdem der Marktstart der noch ausständigen Kindle-Geräte am Programm: Kindle Touch und Kindle Fire. Beide sind seit November lediglich in den USA erhältlich und Amazon gibt sich sehr schweigsam, was die Verfügbarkeit in Europa anbelangt. Wird rechnen hier aber spätestens zu Ostern mit der Einführung des Kindle Touch. Das Kindle Fire könnte sich noch etwas verzögern, da die entsprechenden digitalen Angebote, welche tief ins System des Tablets integriert sind, noch auf den deutschsprachigen Markt angepasst werden müssen.
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Wie Amazon in einer aktuellen Pressemeldung mitteilt, will man im Jahr 2012 das stationäre Verkaufsangebot der Kindle-Familie weiter ausbauen. Dies steht für das kommende Jahr ganz oben auf der To-Do Liste. Den größten Nachteil den Amazon gegenüber Sony, Thalia, Weltbild und seit kurzem auch Kobo nämlich hat, ist die fehlende Präsenz vor Ort.
Seit September sind Kindle Geräte in Deutschland zwar auch bei Staples und Karstadt erhältlich, allerdings besteht hier definitiv noch Verbesserungsbedarf um potentielle Kunden/innen zu erreichen. Der Sony PRS-T1 ist beispielsweise bei libri.de, Thalia, Media Markt, Saturn und noch einigen anderen Einzelhandelsketten sowohl online als auch vor Ort in der Filiale zu haben. Gleiches gilt für Kobo, welche erst vor wenigen Tagen das Vertriebsnetz mit Euronics massiv ausbauen konnten. Gleichzeitig bewirbt man den Kobo Touch inkl. Umberto-Eco-Kollektion auch im aktuellen Media Markt Prospekt (in Deutschland).
In welche Richtung sich das Ganze entwickeln könnte, sieht man am US-Markt. Hier sind die Amazon Kindle Geräte an mehr als 16.000 Standorten diverser Einzelhandelsketten (Best Buy, Wallmart, Office Depot, Radioshack …) erhältlich. Wie wichtig der stationäre Vertrieb trotz des immer stärker werdenden Online-Handels dennoch ist, hat man an der Reaktion Amazons nach Barnes & Nobles letzter Pressekonferenz gesehen. In der ließ man keine Gelegenheit für Seitenhiebe auf Amazon aus – unter anderem kritisierte man die fehlende lokale Präsenz des Online-Händler. Kurz darauf gab es aber schon die Antwort Amazons in Form einer Pressemitteilung, welche die bestehenden Partnerschaften mit den Einzelhandelsketten nochmals unterstrichen hat.
Amazon.de braucht sich aber dennoch nicht zu verstecken. Der Kindle 4 ist das meistverkaufte Elektronikprodukt beim deutschen Ableger, womit man dem Mitbewerb so trotzdem genug Konkurrenz macht. Es ist aber mit Sicherheit noch Potential vorhanden, welches man im schnell wachsenden deutschen eBook-Markt ausschöpfen kann. Auf eine Partnerschaft mit der Media-Saturn-Gruppe braucht man allerdings nicht zu warten. Amazon macht durch den Elektronikhandel besonders deren Leben schwerer und seit der Übernahme von Redcoon durch Media-Saturn, steht man noch in viel direkterem Konkurrenzkampf als zuvor ohnehin schon.
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Nach Frankreich senkt auch Luxemburg den Mehrwertsteuersatz von eBooks auf den reduzierten Steuersatz normaler Bücher – von 15 Prozent auf 3 Prozent. Laut Börsenblatt befürchtet der Europäische Verleger-Verband FEP, dass “Internetfirmen wie Amazon und Apple, die ihr Europa-Geschäft von Luxemburg aus betreiben, die Hauptprofiteure dieser Regelung sein werden.”
Bei elektronisch übermittelten Inhalten, die der Endkunde unabhängig vom Herkunftsland kaufen kann, greift erst ab 2015 das Bestimmungsland-Prinzip. Wenn es so weit ist, muss der Händler die digitalen Güter mit dem Steuersatz des Herkunftslandes des Kunden verkaufen. Bis dahin können Luxemburger Firmen ab 2012 dank der Reduktion, eBooks mit 3 Prozent Umsatzsteuer an Endkunden liefern. Deutsche und österreichische Händler müssen währenddessen weiterhin die reguläre Mehrwertsteuer von 19 bzw. 20 Prozent abführen.
Wie der Europäische Verleger-Verband zu Recht fürchtet, könnten heimische Händler durch diesen Schritt benachteiligt werden. Als Kunde darf man sich über die Änderung natürlich freuen. Ein eBook welches bis dato 10 Euro gekostet hat, könnte in Zukunft für ca. 8,6 Euro verkauft werden. Die Preisdifferenz zum Papierbuch würde damit jedenfalls deutlich wachsen. Es bleibt allerdings offen, ob Amazon oder Apple die Gunst der Stunde auch tatsächlich nutzen um ihre Marktposition zu stärken.
Nachdem nun sowohl Frankreich als auch Luxemburg die Mehrwehrtsteuer auf eBooks im Alleingang senken und in Großbritannien ebenfalls eine Debatte darüber entbrannt ist, könnte ein solcher Schritt auch bald in Deutschland und Österreich folgen. Besonders wenn hemische Händler benachteiligt sind und die Steuergelder im Ausland verschwinden, sehen sich die verantwortlichen Politiker vielleicht im Zugzwang.













