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Rakuten-Kampfansage an Amazon

Die Übernahme von Kobo durch den japanischen Handelskonzern Rakuten ist vor kurzem zu einem Abschluss gekommen und man verliert keine Zeit die neue Partnerschaft zu nutzen. Aktuellen Gerüchten zufolge soll der Kobo Touch in Kürze in Japan erscheinen und besonders mit einem günstigen Einstiegspreis von umgerechnet rund 100 Euro Sony das Leben schwer machen.

Rakuten scheint sich in Japan eine ähnliche Position erarbeiten zu wollen, wie Amazon in den USA – und das könnte durchaus gelingen. Das Handelsunternehmen soll sich schon in erfolgreichen Gesprächen mit japanischen Verlagen befinden, wohingegen Amazon bei der geplanten Japan-Expansion einen Rückschlag hinnehmen musste.

Aber nicht nur in Japan will Rakuten seine Position festigen, sondern auch rund um den Globus. Das größte Internetunternehmen Japans will Amazon nämlich die Marktführerschaft im Onlinehandel streitig machen.

“In Japan sind wir die unbestrittene Nummer eins im Internet. Rakuten ist das Schwergewicht des E-Commerce. Japan zeigt: das amerikanische Modell funktioniert in vielen Ländern eben nicht”, kommentiert Hiroshi Mikitani, Gründer und CEO von Rakuten laut dem deutschen Handelsblatt die Entwicklung. Die Kampfansage folg direkt auf dem Fuße: “Unser Hauptkonkurrent ist Amazon.”

In den USA dürfte es schwierig werden die Marktmacht von Amazon zu brechen, besonders für ein ausländisches Unternehmen. Hier arbeitet angeblich auch schon Google an einem eigenen Verkaufsangebot, um einen Stück von Amazons Kuchen abzubekommen.

Wichtiger für Rakuten ist demnach der europäische Markt – und hier ganz besonders das Geschäft mit eBooks und eBook Readern. „Wir sehen Europa als eine Region für Wachstum. Deshalb wollen wir weitere Zukäufe tätigen“, sagt Mikitani.

An Geld für weitere Akquisitionen fehlt es den Japanern jedenfalls nicht. In den letzten Jahren trat Rakuten immer wieder als Käufer großer internationaler und nationaler internetbasierter Firmen auf. Im Jahr 2010 hat man die französische Shopping-Webseite PriceMinister für 200 Millionen Euro übernommen, sowie den US-Onlinehändler Buy.com für 250 Millionen US-Dollar. „Wir haben als Handelsunternehmen einen sehr hohen Cashflow. Das eröffnet uns traditionell viele Möglichkeiten“.

Damit dürfen wir in Zukunft vermutlich mit einer deutlich aggressiveren Expansionspolitik von Rakuten bzw. Kobo rechnen.

geschrieben am Freitag, 27. Januar 2012 von Chalid

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Quelle: ORF

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